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Nervus genitofemoralis

Englisch: genitofemoral nerve

1 Definition

Der Nervus genitofemoralis ist ein Nerv, der dem Plexus lumbalis (Segment L1 bis L2) entspringt. Er führt allgemein-somatosensible und somatomotorische Fasern.

2 Verlauf

Der Musculus psoas major wird vom Nervus genitofemoralis durchbohrt. Anschließend teilt sich der Nerv in seine zwei Endäste, den Ramus femoralis und den Ramus genitalis. Der Ramus femoralis zieht durch die Lacuna vasorum und erreicht den Hiatus saphenus. Der Ramus genitalis verläuft beim Mann im Funiculus spermaticus und bei der Frau mit dem Ligamentum teres uteri im Leistenkanal.

3 Äste

3.1 Ramus femoralis

Der Ramus femoralis versorgt sensibel die Haut um den Hiatus saphenus, an der Innenseite des Oberschenkels. Wird diese Region durch Berührungsreize erregt, kann das eine Kontraktion des Musculus cremaster auslösen, die das Skrotum anhebt.

3.2 Ramus genitalis

Dieser Ast, auch Nervus spermaticus externus genannt, versorgt motorisch den Musculus cremaster sowie sensibel die Haut des Skrotums beim Mann und bei der Frau die Labia majora.

siehe auch: Spermatikus-Neuralgie

4 Varietäten

In etwa 25% der Fälle teilt sich der Nervus genitofemoralis bereits vor seinem Eintritt in den Musculus psoas major oder innerhalb des Muskelbauchs.

Diese Seite wurde zuletzt am 28. November 2019 um 16:59 Uhr bearbeitet.

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