Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Nasenabstrich

1 Definition

Unter einem Nasenabstrich versteht man die Entnahme von Körpermaterial (Abstrich) aus der Nase - in der Regel für den mikrobiologischen Erregernachweis (z.B. MRSA).

2 Durchführung

Für die Durchführung eines Nasenabstrichs wird ein steriler Tupfer (Wattestäbchen) verwendet.

  • Tupfer mit steriler Kochsalzlösung anfeuchten, falls die Nase trocken ist
  • für jeweils fünf Sekunden beide Nasenvorhöfe rotierend abstreichen
  • Tupfer in das Transportmedium hineinstecken und beschriften

Da der Nasenabstrich nur Informationen über die Keimbesiedlung der vorderen Nasenabschnitte liefert, wird er in der Regel mit einem Rachenabstrich kombiniert. Dadurch erhöht sich die Nachweisrate von pathogenen Erregern. Auch die Entnahme eines Nasen-Rachenabstriches mit einem Abstrichtupfer ist üblich.

3 Hintergrund

Je nach Zielsetzung wird ein Nasenabstrich unterschiedlich ausgeführt. Die MRSA-Besiedlung lässt sich am besten in den Nasenvorhöfen nachweisen. Für eine Pertussis-Diagnostik ist dagegen ein hoher Nasenabstrich erforderlich.

Für kulturelle Untersuchungen von Bakterien werden Abstrichtupfer mit Nährmedium benötigt, für molekulargenetische Methoden sind Nährmedien dagegen eher störend. Hierfür gibt es spezielle Probenträger. Die Molekulargenetik ist die Standarduntersuchung zum Beispiel bei Verdacht auf Influenza.

4 Forschung

Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass ein Nasenabstrich auch zur Diagnose einer Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung beitragen kann, da der Prionengehalt des Riechepithels erhöht ist.[1]

5 Quellen

  1. Creutzfeldt–Jakob: Diagnose durch Nasenabstrich und Urintest

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