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Mittellinienverlagerung

Englisch: midline shift

1 Definition

Als Mittellinienverlagerung bezeichnet man in der Neuroradiologie eine (in)-komplette Verlagerung der anatomischen Strukturen (Falx cerebri, Fissura longitudinalis cerebri, Septum pellucidum), die die Großhirnhemisphären innerhalb einer gedachten Mittellinie durch den Hirnschädel voneinander trennen. Im CT oder MRT- Bild stellt sich die Mittellinienverlagerung als eine Krümmung der sonst gerade verlaufenden Grenzstrukturen dar.

2 Ätiologie

Ursächlich für eine Mittellinienverlagerung ist eine intrakranielle Raumforderung (z.B. Hirnödem, Hirnblutung, Abszess, Tumor), die zur Hirndrucksteigerung mit konsekutiver Verdrängung des Hirngewebes der betroffenen Hemisphäre zur kontralateralen Seite führt.

siehe auch: SHT, Apoplex

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