Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Mikrosomale Antikörper

1 Definition

Bei den mikrosomalen Antikörpern, kurz MAK, handelt es sich um Autoantikörper gegen Schilddrüsenmikrosomen. Sie gehören zu den Schilddrüsenantikörpern.

2 Hintergrund

Schilddrüsenmikrosomen sind integrale Membranproteine, die in der apikalen Plasmamembran verankert sind. Ein Bestandteil der Mikrosomen ist die Thyreoperoxidase. Zur Diagnostik einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung können sowohl TPO-Antikörper als auch MAK bestimmt werden. Jedoch sind die MAK weniger spezifisch, da sie sich gegen mehrere Proteine aus der mikrosomalen Fraktion richten.

3 Labormedizin

3.1 Material

Für die Bestimmung der mikrosomalen Antikörper im Blut wird 1 ml Serum benötigt.

3.2 Referenzbereich

Wert Interpretation
< 100 U/ml negativ
100 bis 150 U/ml grenzwertig
> 150 U/ml positiv

Der Referenzbereich ist methodenabhängig und sollte dem jeweiligen Befundausdruck entnommen werden.

3.3 Interpretation

In folgenden Fällen lassen sich MAK nachweisen:

Da ein positiver Befund bei 5% der Normalbevölkerung vorkommt, ist dies kein Beweis für das Vorliegen einer Autoimmunerkrankung. Der Antikörpernachweis sollte nur im Zusammenhang mit weiterführender Diagnostik (Bestimmung weiterer Schilddrüsenhormone, Sonographie und Schilddrüsenszintigraphie).

4 Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 27.04.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 28. April 2021 um 15:21 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

0 Wertungen (0 ø)

163 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: