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Lignin

von lateinisch lignum - Holz
Englisch: lignin

1 Definition

Lignin ist ein Makromolekül aus der Gruppe der Phenylpropanoide. Es wird im Sekundärstoffwechsel von Pflanzen gebildet und ist neben der Zellulose und Hemizellulosen einer der häufigsten organischen Stoffe der Erde.

2 Biochemie

Lignin entsteht durch die Polymerisation von Monolignolen. Im Gegensatz zu z.B. Lignanen wird die Verbindung nicht intra- sondern extrazellulär gebildet. Der genaue Mechanismus der Synthese ist bisher nicht vollständig verstanden. An der Polymerisation sind Peroxidasen und die Laccase beteiligt. Vermutlich katalysieren sie unter Verbrauch von Sauerstoff und Wasserstoffperoxid eine Radikalbildung am aromatischen Ring der Monolignole, was eine nicht-enzymatische Dimerisierung bzw. Polymerisierung der Moleküle induziert.

3 Funktion

Lignin ist in Pflanzen Teil der Zellwand. Eine verstärkte Einlagerung bewirkt die Verholzung von Zellen bzw. Geweben. Trockenes Holz besteht zu 30 % aus Lignin, zu 40 % aus Zellulose und zu 30 % Hemizellulose.

4 Verwendung

Lignin ist ein Abfallprodukt, das bei der Zellulosegewinnung aus Holz entsteht. Es wird zur Herstellung von Bioplastik verwendet.

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Fachgebiete: Biologie

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