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Kieferluxation

Englisch: luxation of the temporomandibular joint

1 Definition

Bei der Kieferluxation handelt es sich um eine Verrenkung des Unterkiefers, auf Grund dessen der Mund nicht mehr geschlossen werden kann (Kiefersperre). Wenn das Gelenk vorgeschädigt ist und öfters verrenkt wird, spricht man von einer habituellen Kieferluxation.

2 Ursachen

Eine Verenkung des Unterkiefers kann durch eine extreme Mundöffnung hervorgerufen werden. Dies kann bei starkem Gähnen oder bei dem Biss in eine große Frucht passieren. Sie kann aber auch die Folge eines Unfalls sein. Durch die extreme Öffnung rutschen die Köpfchen des Kiefergelenks aus der Gelenkpfanne im Oberkiefer.

3 Therapie

Eine Kieferluxation kann vom Arzt durch den Hippokrates-Handgriff behoben werden. Hierbei greift der Arzt von hinten mit beiden Daumen auf die Kaufläche des Unterkiefers und zieht diesen leicht nach vorne. Anschließend wird der Unterkiefer gerade ausgerichtet und in die normale Position gebracht. Dadurch rutschen die Gelenkköpfchen wieder zurück in die Gelenkpfanne. Bei Bedarf kann das Gelenk durch eine Schiene oder Verdrahtung ruhiggestellt werden.

Nach neueren Erkenntnissen(2018) ist bei der Reposition ein modifizierter Handgriff nach Hippokrates anzuwenden.[1] Die Daumen werden hierbei lateral der Linea obliqua aufgelegt, um Verletzungen der Daumen vorzubeugen.

4 Quellen

  1. [1]

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