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Keimdrüsenband

Synonym: Gubernaculum
Englisch: gubernaculum

1 Definition

Die Keimdrüsenbänder sind zwei bindegewebige Strukturen, die aus dem vorderen und hinteren Teil der Anlage der Keimdrüsen, der Genitalleiste, entstehen.

2 Anatomie

Beim Keimdrüsenband unterscheidet man das superiore bzw. anteriore sowie das inferiore bzw. posteriore Keimdrüsenband.

2.1 Oberes Keimdrüsenband

Das obere (beim Tier vordere) Keimdrüsenband zieht von der Keimdrüse zum Zwerchfell. Beim männlichen Geschlecht bildet es sich mit Einsetzen des Hodenabstiegs vollständig zurück. Beim weiblichen Geschlecht wird es zum Ligamentum suspensorium ovarii des Eierstocks (Ovar).

2.2 Unteres Keimdrüsenband

Das untere (beim Tier hintere) Keimdrüsenband verläuft von der Keimdrüse zum Processus vaginalis. Bei männlichen Embryonen dient es als Leitstruktur für den Hodenabstieg (Descensus testis) und wird daher auch als Gubernaculum testis ("Hodenleitband") bezeichnet. Es entwickelt sich zu zwei Bändern innerhalb des Hodensacks, dem Ligamentum testis proprium und dem Ligamentum caudae epididymidis. Beim weiblichen Geschlecht verwächst das hintere (kaudale) Keimdrüsenband am Tubenwinkel mit der Wand der Gebärmutter und teilt sich in das kraniale Ligamentum ovarii proprium sowie das kaudale Ligamentum teres uteri. Das Ligamentum teres uteri zieht durch den Leistenkanal und endet bei Frauen im Gewebe des Mons pubis (Venushügel) und der großen Schamlippen.

3 Quelle

  • Bertram Schnorr, Monika Kressin: Embryologie der Haustiere. 5. Auflage. Enke, Stuttgart 2006
  • Jochen Fanghänel et al: Waldeyer Anatomie des Menschen. 18. Auflage. De Gruyter, Berlin 2009

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