Vom 12. bis 28. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Kardiotokographie

(Weitergeleitet von Kardiotokogramm)

Synonym: Cardiotokographie
Englisch: cardiotocography

1 Definition

Die Kardiotokographie, kurz CTG, stellt das Standardverfahren zur gleichzeitigen Überwachung und Aufzeichnung der fetalen Herztätigkeit und der mütterlichen Wehentätigkeit dar. Sie kommt in der Geburtshilfe hauptsächlich in der Spätschwangerschaft und während der Geburt zum Einsatz. Den aufgezeichneten Befund nennt man Kardiotokogramm.

2 Technik und Bewertung

Die kindliche Herzfrequenz wird mittels Doppler-Sonographie durch die mütterliche Bauchdecke ermittelt (Kardiographie). Die mütterliche Wehentätigkeit wird mittels eines mechanoelektrischen Wehentasters an der Bauchdecke im Bereich über dem Fundus uteri ermittelt (Tokographie).

Die Bewertung der Kardiotokographie erfolgt mittels verschiedener Scores, (z.B. Fisher-Score) in die folgende Bewertungskriterien eingehen:

  • Basalfrequenz: mittlere fetale Herzfrequenz während der Wehenpausen (Normwerte: 120-160 Schäge/Min.)
  • Oszillationen: Schwankungen der basalen fetalen Herzfrequenz (Normwerte: 10-30 Schläge/Min.)
  • Akzelerationen: Beschleunigungen der fetalen Herzfrequenz (normal sind vereinzelte Beschleunigungen um 10-15 Schläge/min. für 10-30 Sek.)
  • Dezelerationen: Abfälle der fetalen Herzfrequenz (normalerweise treten keine Dezelerationen auf)
  • Wehenfrequenz: Häufigkeit der Wehen (Normwerte: 1-3 Wehen/10 Min. während der Eröffnungsphase, 3-4 Wehen /10 Min. während der Austreibungsphase)

3 Klinische Anwendung

Die Kardiotokographie dient zur Früherkennung von pathologischer fetaler Herztätigkeit, im Sinne einer fetalen Tachykardie (>160 Schläge/Min.) oder einer fetalen Bradykardie (<100 Schläge/Min.) in der Spätschwangerschaft und während der Geburt. Pathologische Veränderungen der fetalen Herztätigkeit treten als Zeichen einer fetalen Hypoxie auf und erfordern je nach Ausprägung und Schwangerschaftszeitpunkt verschiedene therapeutische Maßnahmen.

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Januar 2021 um 10:29 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

10 Wertungen (3.9 ø)

47.240 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: