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Iridoviridae

1 Definition

Als Iridoviridae bezeichnet man eine Familie von Viren, die der Klasse der Megaviricetes zugerechnet werden.

2 Eigenschaften

Iridoviren sind polyedrische DNA-Viren mit einem Durchmesser von 120 bis 350 nm und einem doppelsträngigen und nicht segmentierten Genom. Das Kapsid weist eine ikosaedrisch-symmetrische Form sowie eine innere Lipidmembran auf.

Die Virionen können sowohl mit als auch ohne Virushülle vorliegen – abhängig davon, ob sie sich innerhalb oder außerhalb des Zytoplasmas der Wirtszelle befinden.

3 Epidemiologie

Iridoviridae sind unter den Insekten weit verbreitet. Sie können jedoch auch Krankheiten bei Amphibien, Reptilien und Fischen verursachen, weshalb sie ebenfalls eine gewisse veterinärmedizinische Bedeutung haben.

4 Virusreplikation

Durch die Anheftung der viralen Proteine an die Rezeptoren der Wirtszelle wird die Endozytose des Virus induziert. Danach folgt die Fusion mit der Plasmamembran und die Freisetzung des DNA-Kerns in das Zytoplasma der Wirtszelle. Die virale DNA wird in den Zellkern transportiert, was zu einer deutlichen Störung der Wirtszelle führt. Durch die virale RNA-Polymerase II wird im weiteren Verlauf die Transkription eingeleitet. Die gebildete DNA wird schließlich in die zytoplasmatischen Viroplasmen transportiert, wo durch Rekobmination große DNA-Abschnitte gebildet werden.

Abschließend erfolgt der Zusammenbau neuer Virionen im Zytoplasma, die dann mittels Lyse die Wirtszelle verlassen.

5 Vertreter

Gattung Spezies
Iridovirus Intervertebrate iridescent Virus 6
Chloriridovirus Intervertebrate iridescent Virus 3
Ranavirus Frog Virus 3
Lymphocystivirus Lymphocystis Disease Virus 1
Megalocystivirus Infectious Spleen and Kidney Necrosis Virus

6 Quelle

  • ViralZone. Iridoviridae SIB - Swiss Institute of Bioinformatics (abgerufen am 15.10.2021)

7 Literatur

  • Selbitz HJ, Truyen U, Valentin-Weigand P (Hrsg.). 2015. Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre. 10., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart. ISBN: 978-3-8304-1262-5

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Oktober 2021 um 16:31 Uhr bearbeitet.

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