Impetiginisierung
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Loslegenvon lateinisch: impetere – angreifen
Synonyme: Impetiginisation, Pyodermisation
Englisch: impetiginization
Definition
Als Impetiginisierung wird in der Dermatologie die bakterielle Superinfektion einer vorbestehenden Hauterkrankung bezeichnet.
Ätiologie
Eine Impetiginisierung tritt typischerweise bei folgenden vorbestehenden Hauterkrankungen auf:
- Atopisches Ekzem
- Ektoparasitosen (z.B. Skabies)
- Herpes simplex- oder Varizella-Zoster-Virus-Infektionen[1]
Häufigste Erreger sind Staphylococcus aureus und β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A (Streptococcus pyogenes). Eine gestörte Hautbarriere durch die zugrundeliegende Dermatose begünstigt die bakterielle Besiedelung.[1]
Klinik
Klinisch entstehen honiggelbe Krusten, die dem Bild der Impetigo contagiosa ähneln und die Dermatose überlagern.[2]
Diagnostik
Die Diagnose wird in der Regel klinisch anhand des typischen Erscheinungsbildes gestellt. Bei unklarem Verlauf, Therapieresistenz oder Verdacht auf multiresistente Erreger kann ein bakteriologischer Abstrich mit Antibiogramm sinnvoll sein.
Therapie
Je nach Ausdehnung erfolgt eine topische oder systemische antibiotische Therapie, zusätzlich zur Behandlung der Grunderkrankung.[1]