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Hypoglycaemia factitia

1 Definition

Die Hypoglycaemia factitia ist ein Krankheitsbild, bei dem es durch gezielte Selbstverabreichung von blutzuckersenkenden Mitteln (Antidiabetika) zu einem gewollten Absenken des Blutzuckers kommt, z.B. im Rahmen eines Münchhausen-Syndroms.

2 Diagnose

Das diagnostisch wichtigste Kriterium ist die willentliche Verursachung der Blutzuckersenkung durch den Patienten. Dabei werden von den betroffenen Patienten erniedrige Blutzuckerwerte durch Einnahme von blutzuckersenkenden Medikamenten provoziert.

Im Fall der Einnahme von oralen Antidiabetika können im Urin oder Serum Abbauprodukte der Sulfonylharnstoff nachgewiesen werden.

Verabreicht sich der Patient Insulin, gelingt der Nachweis über das C-Peptid. Insulin besitzt kein C-Peptid. Daher ist bei der Insulin-induzierten Hypoglycaemia factitia zwar der Insulin- nicht jedoch der C-Peptid-Spiegel erhöht. Je nach Dosis und Präparat normalisieren sich die Blutzuckerwerte entsprechend der Halbwertszeit des verabreichten Präparats.

3 Therapie

  • Substitution mit Glucose 5% oder Glucose 10% intravenös.
  • Gegebenenfalls Substitution von Kalium durch den Shift ins Zellinnere unter Insulin. Cave: nach Normalisierung des BZ-Spiegels kann es zu einem Kaliumshift aus den Zellen kommen.
  • Psychotherapie

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