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Höhenanpassung

1 Definition

Unter der Höhenanpassung versteht man die Reaktionen, die im Körper während eines Höhenaufenthaltes ablaufen mit dem Ziel, den Sauerstoffgehalt konstant zu halten.

2 Grundlagen

Der Gesamtluftdruck nimmt bei gleich bleibender Gaszusammensetzung mit zunehmender Höhe ab. Auf ca. 5000m hat sich der Luftdruck halbiert, so dass auch der Sauerstoffpartialdruck mit 75 mmHg nur noch die Hälfte des Wertes auf Meereshöhe beträgt. Der alveoläre Sauerstoffpartialdruck beträgt nur noch 40 mmHg.

3 Anpassung

3.1 Kurzfristige Regulation

Zunächst kommt es durch den abfallenden Sauerstoffpartialdruck zu einer Hyperventilation, die zu einer respiratorischen Alkalose führt. Die Alkalose bewirkt eine Linksverschiebung der Sauerstoffbindungskurve, welche zu einer verbesserten Sauerstoffaufnahme in der Lunge und zu einer schlechteren Abgabe in periphere Gewebe führt. Die Affinität des Hämoglobins für Sauerstoff ist erhöht. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist vermindert.

3.2 Langfristige Regulation

Bei einem längeren Höhenaufenthalt kommt es durch die Alkalose zu einer verstärkten renalen Bicarbonat-Ausscheidung, so dass der pH-Wert des Blutes konstant gehalten wird.

In den Erythrozyten wird vermehrt 2,3-Bisphosphoglycerat gebildet, was der Linksverschiebung der Sauerstoffbindungskurve durch den verminderten Kohlendioxidpartialdruck entgegenwirkt.

Durch den verminderten Sauerstoffgehalt wird die Niere zur Auschüttung von Erythropoetin angeregt. Das Knochenmark bildet vermehrt Erythrozyten, so dass es zu einer Normalisierung des Sauerstoffgehaltes kommt.

siehe auch: akute Höhenkrankheit

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