Free Induction Decay
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
Definition
Der Free Induction Decay, kurz FID, ist das unmittelbar nach einem Hochfrequenzpuls entstehende MR-Signal, das durch die frei präzedierende Transversalmagnetisierung induziert wird. Es zeigt einen charakteristischen exponentiellen Signalabfall infolge des Verlusts von Phasenkohärenz.
Physikalische Grundlagen
Entstehung
Nach einem Hochfrequenzpuls liegt eine phasenkohärente Transversalmagnetisierung vor. Diese präzediert mit der Larmorfrequenz um das B0-Magnetfeld und induziert eine Wechselspannung in der Empfangsspule. Da keine weiteren Hochfrequenzimpulse einwirken, spricht man von "freier" Induktion.
Signalcharakteristik
Das FID ist ein zeitabhängiges Signal, das unmittelbar nach der Anregung beginnt und kontinuierlich abklingt. Die Signalstärke ist proportional zur Transversalmagnetisierung. Der Signalverlauf kann näherungsweise beschrieben werden durch:
mit:
- = Signalstärke zum Zeitpunkt
- = anfängliche Transversalmagnetisierung
- = effektive transversale Relaxationszeit
Das FID enthält die frequenzkodierten Informationen des Signals und wird zur Bildrekonstruktion mittels Fourier-Transformation ausgewertet.
Ursachen des Signalabfalls
Der Abfall des FID beruht auf dem Verlust der Phasenkohärenz der Spins. Ursachen sind:
- intrinsische Spin-Spin-Wechselwirkungen (T2-Relaxation)
- Inhomogenitäten des Magnetfeldes (T2*)
Diese führen zu einer zunehmenden Dephasierung und damit zu einer Abnahme der Transversalmagnetisierung.
Bedeutung für die MRT
Der Free Induction Decay stellt das grundlegende MR-Signal dar und ist die Basis für alle weiteren Signalformen. In der klinischen MRT wird das FID meist nicht direkt verwendet, da es stark durch T2*-Effekte beeinflusst ist. Stattdessen werden durch geeignete Sequenzen (z.B. Spin-Echo oder Gradientenecho-Sequenz) modifizierte Signale erzeugt.