Signalentstehung (MRT)
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Definition
Die Signalentstehung in der Magnetresonanztomographie (MRT) beschreibt die Induktion eines elektrischen Signals in der Empfangsspule durch die präzedierende Transversalmagnetisierung. Voraussetzung ist die Anregung der Kernspins durch einen Hochfrequenzpuls sowie das Vorliegen von Phasenkohärenz.
Physikalische Grundlagen
Ausgangszustand
Im thermischen Gleichgewicht liegt die Gleichgewichtsmagnetisierung als Longitudinalmagnetisierung entlang des B0-Magnetfeldes vor. ine Transversalmagnetisierung ist nicht vorhanden, da die Spins keine Phasenkohärenz aufweisen.
Anregung durch Hochfrequenzpuls
Ein Hochfrequenzpuls kippt die Magnetisierung aus der Längsrichtung in die Transversalebene. Gleichzeitig wird eine Phasenkohärenz der Spins erzeugt. Dadurch entsteht eine makroskopische Transversalmagnetisierung , die als rotierender Vektor in der Transversalebene vorliegt.
Induktion des MR-Signals
Die Transversalmagnetisierung präzediert mit der Larmorfrequenz um das B0-Feld. Diese rotierende Magnetisierung erzeugt ein zeitlich veränderliches Magnetfeld. Nach dem Induktionsgesetz wird dadurch in der Empfangsspule eine Wechselspannung induziert. Dieses Signal stellt das MR-Signal dar. Die Signalstärke ist proportional zur Größe der Transversalmagnetisierung. Das unmittelbar nach der Anregung messbare Signal wird als Free Induction Decay (FID) bezeichnet.
Signalabfall
Das MR-Signal nimmt mit der Zeit ab, da die Phasenkohärenz der Spins verloren geht. Ursachen sind:
- intrinsische Dephasierung durch Spin-Spin-Wechselwirkungen (T2-Relaxation)
- zusätzliche Dephasierung durch Inhomogenitäten des Magnetfeldes (T2*-Relaxation)
Der beobachtete Signalabfall im FID folgt näherungsweise:
Bedeutung für die MRT
Die Signalentstehung ist die Grundlage der MRT, da sie:
- die Umwandlung der Magnetisierung in ein messbares elektrisches Signal beschreibt
- die Voraussetzung für die Bildrekonstruktion darstellt
- durch Relaxationsprozesse den Bildkontrast bestimmt
Die gezielte Beeinflussung von Anregung, Phasenkohärenz und Relaxation ermöglicht unterschiedliche Bildgewichtungen.