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Fibrinoid

Englisch: fibrinoid

1 Definition

Das Fibrinoid beschreibt eine während der Embryonalentwicklung vorkommende Ablagerung von eosinophilem Extrazellulärmaterial, aus der verschiedene Plazentaschichten hervorgehen. Das Fibrinoid besteht aus einem Niederschlag aus Fibrin, Immunglobulinen und abgestorbenen Zellen des Trophoblasten.

Das Adjektiv fibrinoid bedeuted in etwa "wie Fibrin", "fibrinähnlich".

2 Histologie

Fibrinoide entsteht an Orten, an denen es durch vermehrte Umbauvorgänge zu Gewebeuntergängen kommt. Unter der Chorionplatte geht aus ihnen die subchoriale Langhans-Schicht hervor. Unterhalb der Stammzotten (auf Höhe der Basalplatte) und der Zytotrophoblastenschale bilden die Fibrinoide die Rohr-Schicht und in der Decidua basalis die Nitabuch-Schicht.

3 Funktion

Die Funktion des Fibrinoids ist noch nicht vollständig geklärt. Es kann im Laufe der Schwangerschaft bis zu 30 % des Plazentavolumens einnehmen. Es dient wahrscheinlich der Abdichtung kleinerer Läsionen des Synzytiotrophoblasten und der Verankerung der Plazenta. Darüber hinaus scheint es auch eine Bedeutung für die immunologische Barriere zwischen Fetus und Mutter zu haben.

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Juni 2018 um 15:18 Uhr bearbeitet.

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