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Enapotamab-Vedotin

Englisch: enapotamab vedotin

1 Definition

Enapotamab-Vedotin ist ein experimentelles Chemoimmunkonjugat, das sich gegen Tumorzellen richtet, welche die Rezeptortyrosinkinase Axl auf ihrer Zelloberfläche exprimiert haben.

2 Wirkmechanismus

Die Rezeptortyrosinkinase Axl wird von den Zellen verschiedener solider Tumoren exprimiert. Sie ist mitverantwortlich für die Tumorprogression. Eine Überexpression gilt als negativer prognostischer Faktor.

Der monoklonale Antikörper Enapotamab bindet an Axl. Mit der Bindung von Enapotamab-Vedotin an Axl auf der Zelloberfläche der Tumorzellen wird ein Antigen-Antikörper-Komplex gebildet, der von der Zelle per Endozytose aufgenommen wird. Intrazellulär wird die Zytotoxinkomponente in den Lysosomen durch enzymatische Abspaltung vom Antikörper abgetrennt. Dabei spaltet Cathepsin das Immunkonjugat an seinem Peptidlinker. Das aus dem Vedotin freigesetzte Monomethylauristatin E blockiert in der Tumorzelle die Polymerisation von Tubulin. Es führt so zum Arrest der Tumorzelle in der G2/M-Phase und schließlich zur Apoptose. Klinisch kommt es zur Regression des Tumors.

3 Zulassung

Enapotamab-Vedotin befindet sich zur Zeit in klinischer Prüfung. Die Substanz wurde von Genmab entwickelt.

Diese Seite wurde zuletzt am 13. Juli 2019 um 20:25 Uhr bearbeitet.

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