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Eimeriose (Pferd)

Synonym: Eimeriose des Pferdes

1 Definition

Als Eimeriose des Pferdes bezeichnet man eine parasitär bedingte Erkrankung bei Pferden, die durch Eimeria leuckarti verursacht wird.

2 Erreger

Die Oozysten von Eimeria leuckarti sind eiförmig und 71 - 85 x 51 - 63 µm groß. Sie haben eine 7 bis 9 µm dicke, dunkelbraune äußere Hülle mit gekörnter Oberfläche, eine farblose innere Hülle und eine deutliche Mikropyle (kleine Öffnung). Damit die Oozysten in der Umwelt sporulieren, benötigen sie bei etwa 20 °C ca. 2 Wochen.

3 Vorkommen

Eimeria leuckarti ist weltweit verbreitet, wobei in Mitteleuropa bis zu 80 % der Fohlen befallen sind. Die Prävalenz bei älteren Pferden in Europa beträgt rund 1 %.

4 Entwicklung

Neben einer Merontengeneration in den Epithelzellen des Dünndarmes existieren noch Makrogamonten sowie die mit 148 - 243 µm ungewöhnlich großen Mikrogamonten im Entwicklungszyklus. Sowohl die Makro- als auch Mikrogamonten parasitieren in der Lamina propria mucosae der Zotten des Ileus.

Nach einer Präpatenz von etwa 4 bis 5 Monaten scheiden Fohlen (selten auch ältere Tiere) für etwa 2 bis 4 Monate lang vereinzelt Oozysten aus.

5 Klinik

Eine Infektion mit Eimeria leuckarti verläuft fast stets inapparent und ist somit klinisch bedeutungslos.

6 Literatur

  • Begründet von Supperer, Rudolf, Boch, Josef. Herausgegeben von Schnieder, Thomas. Veterinärmedizinische Parasitologie. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Parey Verlag, 2005.
  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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