Drip-and-Ship-Strategie
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LoslegenEnglisch: drip and ship
Definition
Die Drip-and-Ship-Strategie ist ein Versorgungskonzept bei akutem ischämischem Schlaganfall. Dabei wird der Patient zunächst in das nächstgelegene, nicht thrombektomiefähige Schlaganfallzentrum gebracht und erhält dort – sofern indiziert – eine intravenöse Thrombolyse (IVT).[1] Bei Nachweis eines für eine mechanische Thrombektomie geeigneten Gefäßverschlusses erfolgt anschließend die schnellstmögliche Verlegung in ein thrombektomiefähiges Zentrum.
Hintergrund
Ziel der Drip-and-Ship-Strategie ist es, die intravenöse Thrombolyse möglichst früh einzuleiten, ohne Patienten mit einem Verschluss großer Hirnarterien die mechanische Thrombektomie vorzuenthalten. Die IVT darf dabei die Verlegung zur Thrombektomie nicht verzögern. Das Gegenmodell ist das Mothership-Modell, bei dem Patienten mit Verdacht auf einen thrombektomiepflichtigen Gefäßverschluss direkt in ein thrombektomiefähiges Zentrum transportiert werden. Welche Strategie günstiger ist, hängt insbesondere von den regionalen Transportzeiten und Versorgungsstrukturen ab.
Quelle
- ↑ Ringleb P, Köhrmann M, Jansen O et al. Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls. S2e-Leitlinie, Version 5.1. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), 2022. AWMF-Registernummer 030-046. (Gültigkeit bis Mai 2024; Aktualisierung in Bearbeitung).