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Dotter-Technik

nach Charles Dotter, amerikanischer Radiologe

1 Definition

Als Dotter-Technik wird die minimalinvasive Angioplastie von Becken- oder Beinarterien mittels eines ins Gefäßsystem eingebrachten Ballonkatheters bezeichnet.

2 Hintergrund

Im engeren Sinn wurden bei der Technik nach Dotter keine Ballonkatheter verwendet. Es wurden über einen Führungsdraht mehrfach Katheter mit ansteigendem Durchmesser zur Bougierung der Stenose verwendet. Die dabei zwangsläufige Dilatation der Punktionsstelle begrenzte den Einsatz des Verfahrens. Nach Entwicklung der Ballonkathetertechnik durch Andreas Grüntzig verlor das klassische Dotter-Verfahren an Bedeutung.

3 Geschichte

Charles Dotter setzte die von ihm entwickelte Technik das erste Mal am 16. Januar 1964 ein und dilatierte die Arteria femoralis superficialis bei einer 82jährigen Patientin, die ein Gangrän am linken Fuß hatte. Dies gilt als Geburtsstunde der interventionellen Radiologie. Für die Durchführung einer Ballonangioplastie war zeitweilig das Eponym "dottern" in Gebrauch.

Fachgebiete: Gefäßchirurgie

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