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Docosanol

Synonyme: Docosan-1-ol
Englisch: Docosanol, behenyl-alcohol

1 Definition

Docosanol ist ein antiviraler, gesättigter Fettalkohol, der für die Therapie des Herpes labialis eingesetzt wird. Er wird topisch bei Herpes-Frühphasen (Prodromphase, Erythemphase) angewendet.

2 Wirkmechanismus

Docosanol ist eine hoch lipophile Substanz, die durch Membraninteraktion die Fusion der Virushülle mit der Zellmembran der Wirtszelle inhibiert und somit die Virusreplikation hemmt. Das Wirkspektrum von Docosanol ist damit nur auf Viren mit einer lipophilen Hülle, wie beispielsweise das Herpes-Virus, beschränkt.

Im Gegensatz zu Aciclovir, das die Virus DNA-Replikation direkt inhibiert, weisen Wirkstoffe wie Docosanol kein Risiko für eine Virusmutation auf. Der genaue Wirkmechanismus von Docosanol und dessen Metaboliten Docosansäure als Hauptbestandteil humaner Zellmembranen ist bislang nicht aufgeklärt. Laut Studien (Sacks et al., 2001) wird die Heilungsdauer durch die Anwendung von Docosanol im Vergleich zu Placebo nur gering verkürzt.

3 Anwendung

Der Wirkstoff ist für immunkompetente Personen über 12 Jahre zugelassen und rezeptfrei erhältlich. Beim ersten Auftreten von Herpes-labialis-Symptomen (Brennen, Stechen, Jucken, Kribbeln) sollte die betroffene Stelle 5 mal täglich mit einem dünnem Film Docosanol-Creme bestrichen werden. Die Behandlung sollte 4-6 Tage wiederholt werden.

4 Nebenwirkungen

Tags:

Fachgebiete: Arzneimittel

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