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Diffuses Myxödem

1 Definition

Als diffuses Myxödem wird eine Muzinose der Haut bezeichnet, die im Rahmen einer Hypothyreose auftreten kann.

2 Ätiologie

Ursächlich für das diffuse Myxödem ist eine Hypothyreose, z.B. im Rahmen einer Hashimoto-Thyreoiditis. Hierbei kommt es zu einer generalisierten Ablagerung von sauren Mukopolysacchariden in der Haut (Muzinose), vermutlich durch einen verringerten Abbau dieser Stoffe aufgrund einer verminderte Expression der Hyaluronidase in Folge des Schilddrüsenhormonmangels.

3 Symptome

Typisches Zeichen des diffusen Myxödems ist eine fahle, trockene, ödematöse Haut, insbesondere im Gesicht (periorbital), an den Händen und Füßen sowie in der Fossa supraclavicularis major. Die Haut ist gelblich gefärbt (v.a. palmar, plantar und im Nasolabialbereich). Außerdem fällt eine Sebostase auf.

Des Weiteren kommt es zu einer Verdickung der Zunge (Makroglossie) sowie der Schleimhaut von Pharynx und Larynx. Die Folge ist eine kloßige und heisere Stimme.

Im Gegensatz zu wasserbedingten Ödemen hinterlässt beim Myxödem ein Druck mit dem Finger keine Dellen.

4 Diagnostik

Die Diagnose ergibt sich anhand des typischen klinischen Bildes auf Basis des labormedizinischen Nachweis einer Hypothyreose. Histologisch zeigt sich eine Substanzvermehrung im oberen Korium mit Nachweis von Muzinen.

5 Therapie

Durch Therapie der zugrundeliegenden Hypothyreose bilden sich die kutanen Symptome in der Regel vollständig zurück.

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