Deutsche Gesellschaft für Biophotonik und Lasermedizin
Definition
Die Deutsche Gesellschaft für Biophotonik und Lasermedizin, kurz DGLM, ist eine medizinische Fachgesellschaft, die sich mit der Anwendung von Lasern und lichtbasierten Verfahren in der Medizin befasst. Sie fördert Forschung, Lehre und eine evidenzbasierte klinische Nutzung laserbasierter Technologien in unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten.
Hintergrund
Die Lasermedizin hat sich seit den 1970er-Jahren zu einem festen Bestandteil zahlreicher medizinischer Disziplinen entwickelt. Laserbasierte Verfahren finden heute unter anderem in der Dermatologie, Chirurgie, Gynäkologie, Urologie, Ophthalmologie, HNO-Heilkunde und Zahnmedizin Anwendung. Parallel zur technischen Entwicklung entstand der Bedarf nach einer fachübergreifenden wissenschaftlichen Plattform zur Bewertung, Standardisierung und Weiterentwicklung dieser Verfahren.
Vor diesem Hintergrund wurde die Deutsche Gesellschaft für Biophotonik und Lasermedizin gegründet. Sie versteht sich als interdisziplinäres Forum für Ärzte, Naturwissenschaftler und weitere Fachdisziplinen, die sich mit medizinischer Lasertechnologie, ihren physikalischen Grundlagen und klinischen Einsatzmöglichkeiten befassen. Die Gesellschaft begleitet technische Innovationen kritisch und evidenzbasiert und trägt zur Einordnung neuer Verfahren in den klinischen Alltag bei.
Aufgaben
- Förderung wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet der Lasermedizin
- Unterstützung einer evidenzbasierten Anwendung laserbasierter Verfahren in der klinischen Praxis
- Organisation wissenschaftlicher Tagungen, Kongresse und Fortbildungsveranstaltungen
- Vermittlung physikalischer, technischer und klinischer Grundlagen der Lasermedizin
- Förderung des interdisziplinären Austauschs zwischen verschiedenen medizinischen Fachrichtungen
- Mitwirkung an fachlichen Stellungnahmen zu neuen lasermedizinischen Verfahren
- Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Lasermedizin
Leitlinienarbeit
Die Deutsche Gesellschaft für Lasermedizin ist an der Entwicklung und fachlichen Bewertung von Leitlinien und Empfehlungen beteiligt, in denen laserbasierte Verfahren eine Rolle spielen. Dies erfolgt häufig interdisziplinär und in Zusammenarbeit mit organ- oder fachspezifischen Fachgesellschaften im Rahmen der AWMF.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der evidenzbasierten Bewertung von Indikationen, Nutzen-Risiko-Abwägungen, Sicherheitsaspekten und der Abgrenzung etablierter Verfahren gegenüber experimentellen Anwendungen.