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Chronaxie

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1 Definition

Als Chronaxie wird die Zeitdauer bezeichnet, die bei doppelter Reizstärke der Rheobase gerade noch eine Erregung bzw. ein Aktionspotential auslöst.

2 Hintergrund

Ob ein Schwellenpotential zur Entstehung einer Erregung erreicht wird, hängt sowohl von der Reizamplitude, als auch von der Dauer des Schwellenpotentials ab. Grund dafür ist die Membrankapazität, welche bestimmt, wieviele Ladungen pro Fläche nötig sind um eine Depolarisation zu erreichen.

Die Chronaxie ist ein für jede erregbare Zelle charakteristischer Wert, weil sie von der zelltypischen Membranzeitkonstanten abhängt. Die Chronaxie entspricht dem Produkt des natürlichen Logarithmus von zwei und der Membranzeitkonstanten.

3 Klinik

Klinisch relevant ist die Chronaxie zum Beispiel bei der Einstellung von Herzschrittmachern. Da die Reizdauer im Bereich der Chronaxie die geringste Energie zur Erregungsauslösug benötigt, werden Herzschrittmacher an die Chronaxie des Herzmuskelgewebes angepasst, um den Energievorrat der Batterie zu schonen und das Wechselintervall zu verlängern.

Tags:

Fachgebiete: Physiologie

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