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Canrenoat

Synonym: Kaliumcanrenoat, Canrenon

1 Definition

Canrenoat bzw. sein Kaliumsalz ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Aldosteron-Antagonisten.

2 Wirkungsmechanismus

Canrenoat führt über eine Blockade der Aldosteron-Rezeptoren zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium und Wasser. Gleichzeitig erfolgt eine Kaliumretention.

3 Pharmakokinetik

Nach Gabe von Kaliumcanrenoat entstehen Canrenon und 7-Thiomethyl-Canrenon. Diese Metaboliten haben eine Halbwertszeit von 15-20 Stunden und akkumulieren so bei Mehrfachgabe innerhalb von 24 Stunden. Der Wirkungseintritt erfolgt nach mehreren Tagen, wenn die Blockade der Steroidrezeptoren Auswirkungen auf den Zellstoffwechsel gezeigt hat.

4 Applikation

Canrenoat kann nur intravenös appliziert werden.

5 Anwendungsgebiete

Canrenoat ist zur Ausschwemmung von Ödemen bei Leberzirrhose oder Herzinsuffizienz anwendbar. Im letzteren Falle ist die Unterbindung des myokardialen Remodelings durch Blockade des globalen und lokalen RAAS besonders entscheidend. Jedoch ist der Nutzen einer intravenösen Gabe von Canrenoat gegenüber einer peroralen Gabe von Spironolacton höchst zweifelhaft.

Schliesslich wirkt Spironolacton auch nach Überführung in Canrenoat, wobei die Überführung rasch erfolgt und nicht zu nennenswerten Verzögerungen des Wirkeintritts führt. Ein schnellerer Wirkungseintritt als Argument für den Einsatz von Canrenoat ist daher nicht schlagend.

Fachgebiete: Pharmakologie

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