CXCL13
Definition
CXCL13, kurz für C-X-C motif chemokine ligand 13, ist ein Chemokin aus der CXC-Familie, das eine wichtige Rolle bei der Rekrutierung von B-Zellen spielt.
Biochemie
CXCL13 gehört zu den CXC-Chemokinen und bindet spezifisch an den Rezeptor CXCR5. Es wird vor allem von follikulären dendritischen Zellen, Monozyten und aktivierten T-Zellen produziert.
Funktion
CXCL13 steuert die Migration von B-Lymphozyten in sekundäre lymphatische Organe und ist entscheidend für die Organisation von Keimzentren. Es trägt zur B-Zell-Aktivierung und Antikörperantwort bei.
Klinik
Erhöhte CXCL13-Konzentrationen finden sich bei entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, insbesondere bei der Lyme-Neuroborreliose. Im Liquor gilt CXCL13 als früher Marker der B-Zell-Aktivierung und kann zur Diagnostik beitragen.
Diagnostik
Die Bestimmung von CXCL13 erfolgt meist im Liquor mittels Immunoassays. Niedrige Werte machen eine frische Neuroborreliose unwahrscheinlich. Erhöhte Werte sprechen für eine intrathekale Immunaktivierung, sind jedoch nicht spezifisch für eine Neuroborreliose. CXCL13 kann auch bei anderen bakteriellen Meningitiden, Virusenzephalitiden und ZNS-Lymphomen erhöht sein.
Literatur
- Rupprecht TA et al. Diagnostic value of cerebrospinal fluid CXCL13 for acute Lyme neuroborreliosis. Clin Microbiol Infect. 2018.