Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Beinödem

Synonyme: Beinschwellung, "geschwollene Beine"

1 Definition

Unter einem Beinödem versteht man eine Flüssigkeitsansammlung (Ödem) im Gewebe der unteren Extremität.

2 Ursachen

Beinödeme können verschiedene Ursachen haben, u.a.:

Nicht jedes Beinödem muss eine pathologische Ursache haben. Leichte Beinödeme sind zum Beispiel nach längerem Stehen physiologisch, da der hydrostatische Druck die Ödementstehung in den Unterschenkeln begünstigt.

3 Diagnostik

3.1 Klinische Untersuchung

Bei der klinischen Untersuchung sollte das Augenmerk auf folgenden Merkmalen liegen:

  • Einseitige oder beidseitige Schwellung? Einseitige Schwellungen sprechen für eine Abflussstörung, die von den Venen oder Lymphgefäßen ausgeht. Beidseitige bzw. symmetrische Schwellungen sprechen eher für eine systemische Ursache.
  • Eindrückbar oder nicht eindrückbar? Kardial oder renal bedingte Ödeme sind weich und eindrückbar. Nicht eindrückbare Schwellungen sieht man bei Lymphabflussstörungen oder beim Myxödem. Allerdings können auch kardiale Ödeme indurieren, wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen.
  • Farbe der Haut? Eine zyanotische Verfärbung der Haut spricht für eine venöse Abflussstörung (Phlebödem).

3.2 Apparative Diagnostik

Die weitere apparative Diagnostik richtet sich nach der Verdachtsdiagnose.

4 Therapie

Die Behandlung von Beinödemen ist abhängig von der auslösenden Ursache. Kardiogene und renale Ödeme sowie Eiweißmangelödeme werden meist mit Diuretika behandelt. Lymphödeme und Phlebödeme dagegen verlangen eine physikalische Therapie.

Tags:

Fachgebiete: Allgemeinmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 8. März 2017 um 17:00 Uhr bearbeitet.

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