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Bauchhoden

Synonym: Retentio testis abdominalis

1 Definition

Der Bauchhoden ist eine Form der Hodendystopie, bei welcher der Hoden sich in der Bauchhöhle befindet.

2 Klinik

Ein Bauchhoden kann einseitig oder beidseitig auftreten. Die betroffene Skrotalhälfte ist leer. Der Hoden ist weder präskrotal noch im Leistenkanal zu tasten.

3 Diagnose

4 Differentialdiagnose

5 Therapie

Die Therapie des Bauchhodens erfolgt chirurgisch. Bei Nachweis eines erhaltungswürdigen Bauchhodens wird dieser laparoskopisch mobilisiert. Da die Hodengefäße (Arteria und Vena testicularis) meist zu kurz sind, ist dabei das zweizeitige Vorgehen nach Fowler und Stephens sinnvoll.

Im ersten Schritt werden die Hodengefäße des Samenstrangs laparoskopisch durchtrennt. Die Blutversorgung des Hodens erfolgt dann allein über die Samenleitergefäße, d.h. die Arteria ductus deferentis und die Vena ductus deferentis. Etwa 3 Monate nach Durchtrennung der Hodengefäße haben sich die Kollateralgefäße so weit konsolidiert, dass der Hoden im zweiten Schritt konventionell nach Mobilisierung des Samenleiters und seiner Begleitgefäße im Skrotum befestigt werden kann (Orchidopexie). Die Länge des Samenleiters ist für eine spannungsfreie Befestigung in der Regel ausreichend.

Nicht erhaltungswürdige Hodenrudimente werden reseziert, um der Gefahr einer späteren malignen Entartung vorzubeugen.

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