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Anschlagszeit

Englisch: onset of action

1 Definition

Unter der Anschlagszeit eines Arzneistoffs versteht man das Zeitintervall zwischen seiner Applikation und dem Eintritt der manifesten klinischen Wirkung.

2 Pharmakologie

Die Anschlagszeit ist wesentlich vom Applikationsweg und der Verteilung eines Wirkstoffs im Körper abhängig. Bei oraler Gabe ist sie typischerweise länger als bei parenteraler Gabe, da der Wirkstoff erst freigesetzt und resorbiert werden muss (LADME-Modell). Der Begriff wird aber vorwiegend für Arzneimittel verwendet, die injiziert werden. Hier spielen Freisetzung und Aufnahme keine Rolle, wohl aber die Verteilung (Distribution) des Wirkstoffs in den verschiedenen Körpergeweben, die u.a. von seiner Löslichkeit und Plasmaproteinbindung beeinflusst wird.

3 Beispiel

Gut lipidlösliche Narkotika (z.B. Thiopental) überwinden die Blut-Hirn-Schranke schneller und haben daher eine kürzere Anschlagszeit als schlechter lipidlösliche Substanzen (z.B. Phenobarbital).

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Fachgebiete: Pharmakologie

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