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Typ-III-Allergie

Synonym: Allergie vom Immunkomplex-Typ

1 Definition

Bei der Typ-III-Allergie handelt es sich um eine allergische Immunkomplex-Reaktion vom Arthus-Typ oder Serumkrankheits-Typ, die durch Antikörper (IgG, IgA, IgM) vermittelt wird.

2 Prinzip

Nach Allergenkontakt bilden sich innerhalb von Stunden Immunkomplexe von Antikörpern und Antigenen, die sowohl zellständig sein als auch frei im Blut flottieren können. Wie beim Typ II wird das Komplementsystem aktiviert, das eine Phagozytose der Komplexe durch Leukozyten anstößt, welche wiederum zytotoxische Enzyme freisetzen.

Beim Arthus-Typ sind die auslösenden Antigene Medikamente oder mikrobielle Bestandteile; bei der Serumkrankheit sind es Fremdproteine, bakterielle Enzyme (z.B. Streptokinase), Insektengifte oder ebenfalls Medikamente.

3 Symptomatik

Die Arthus-Reaktion kann sich klinisch innerhalb von Minuten bis Stunden als Vasculitis allergica (Urticaria Vaskulitis, nekrotisierende leukozytoplastische Vaskulitis), Glomerulonephritis bei SLE, postinfektiös allergische Alveolitits oder als lokale Arthus-Reaktion (lokale Rötung, Schwellung, ggf. auch Ulkus, Blutung und Nekrose) äußern.

Die Serumkrankheit tritt auf, wenn erstmalig ein artfremdes Immunserum verabreicht wurde: nach einigen Tagen (4-10d) kommt es zu einer akuten Reaktion Entzündung, Ödemen oder Urtikaria an der Injektionsstelle, z.T. auch zu Fieber, generalisierten Hautreaktionen und generalisierter Lymphadenitis.

4 Beispiele

Beispiele für die Typ-III-Allergie sind die genannten allergischen Gefäßentzündungen (Vaskulitiden), Serumkrankheit und die so genannte Farmer-Lunge.

Fachgebiete: Allergologie

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