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Tachyarrhythmie

Synonyme: Tachyarrhytmia
Englisch: tachyarrhythmia

1 Definition

Als Tachyarrhythmie bezeichnet man eine Kombination aus Arrhythmie (Herzrhythmusstörung) und Tachykardie (schneller Herzschlag).

ICD10-Code: I48

2 Einteilung

Eine Kombination aus zu schneller Herzaktion (Tachykardie) und einer absoluten Arrhythmie (z.B. beim Vorhofflimmern) bezeichnet man als Tachyarrhythmia absoluta.

3 Symptome

Zu den Symptome gehören u.a. Angstgefühle, Dyspnoe, Schwindel und Bewusstlosigkeit.

Eine anhaltende ventrikuläre Tachyarrhythmie bedeutet, dass das Herz nicht mehr pumpt, sondern nur noch zittert, was zur Bewusstlosigkeit führt. Durch die versagende Pumpleistung herrscht akute Lebensgefahr.

Bei einer supraventrikulären Tachykardie besteht das Risiko, dass sich im Herzen Thromben bilden können. Lösen sich diese, kann es zu Embolien kommen, die beispielsweise zu einem Schlaganfall führen können.

4 Therapie

Ventrikuläre Tachyarrhythmien müssen so schnell wie möglich beendet werden. Im Notfall kann defibrilliert werden, zusätzlich können antiarrhythmische Medikamente notwendig sein.

Unregelmäßige supraventrikuläre Tachykardien (absolute Tachyarrhythmien) müssen möglichst rasch therapiert werden. Zunäst geschieht dies mit Antikoagulanzien. Danach kann zwischen einer medikamentösen Frequenzkontrolle oder Rhythmuskontrolle durch Kardioversion entschieden werden. In einigen Fällen kann die Katheterablation von aberrierenden Leitungsbahnen kurativ sein.

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Fachgebiete: Kardiologie

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