Schädelhöhle
Synonym: Cavum cranii
Englisch: cranial cavity
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition [bearbeiten]
Die Schädelhöhle ist der von den Schädelknochen gebildete Hohlraum, der das Gehirn beherbergt. Das Volumen der menschlichen Schädelhöhle beträgt zwischen 1.300 und 1.500 ml.
2 Einteilung [bearbeiten]
Anatomisch lässt sich der inferiore Bereich der Schädelhöhle in drei Abschnitte gliedern:
- vordere Schädelgrube (Fossa cranii anterior)
- mittlere Schädelgrube (Fossa cranii media)
- hintere Schädelgrube (Fossa cranii posterior)
3 Anatomie [bearbeiten]
Die Schädelhöhle ist kein vollkommen geschlossener Raum. In den Knochen, die die Schädelhöhle umgeben, gibt es zahlreiche Foramina (Foramina cranii) oder Inzisuren, die den Austritt bzw. Eintritt anatomischer Strukturen von intrakraniell nach extrakraniell oder umgekehrt ermöglichen, z.B.:
3.1 Vordere Schädelgrube [bearbeiten]
Die vordere Schädelgrube (Fossa cranii anterior) zeigt folgende Öffnungen:
3.2 Mittlere Schädelgrube [bearbeiten]
In der mittleren Schädelgrube (Fossa cranii media) finden sich folgende Durchtrittsstellen für anatomische Strukturen, welche die Schädelhöhle verlassen:
- Canalis opticus
- Fissura orbitalis superior
- Foramen lacerum
- Foramen ovale
- Foramen rotundum
- Foramen spinosum
3.3 Hintere Schädelgrube [bearbeiten]
Die hintere Schädelgrube (Fossa cranii posterior) weist folgende Schädeldurchtritte auf:
- Apertura canaliculi vestibuli
- Canalis caroticus
- Canalis nervi hypoglossi
- Canaliculus tympanicus
- Canaliculus mastoideus
- Canaliculi caroticotympanici
- Foramen jugulare
- Foramen magnum
- Porus acusticus internus
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3.4 Weitere Öffnungen [bearbeiten]
Der menschliche Schädel weist darüber hinaus zahlreiche weitere Öffnungen ohne direkten Zugang zur Schädelhöhle auf, unter anderem:
- Fissura orbitalis inferior
- Foramen stylomastoideum
- Incisura frontalis
- Incisura supraorbitalis (Foramen supraorbitale)
Tags: Schädel
Fachgebiete: Kopf und Hals
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