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Os occipitale

von lateinisch: occiput - Hinterkopf
Synonym: Hinterhauptbein
Englisch: occipital bone

1 Definition

Das Os occipitale ist ein platter Schädelknochen und ein Teil des Neurokraniums. Es grenzt oben mit der Sutura lambdoidea an die beiden Ossa parietalia, seitlich an das Os temporale und unten an das Os sphenoidale.

2 Anatomie

Das Os occipitale befindet sich im hinteren unteren Teil des Schädels, es ist ein trapezförmig Knochen des Neurocranium und bildet zusammen mit den Ossa temporalia die hintere Schädelgrube.

Das Os occipitale lässt sich in 3 Teile untergliedern:

  • Pars basilaris: Der dicke, in etwa viereckige Teil rostral des Foramen magnum, der den hinteren Teil der Schädelbasis bildet
  • Pars lateralis: Der Teil beidseits lateral des Foramen magnum
  • Pars squamosa: Der platte, schüsselförmige Teil dorsal des Foramen magnum.
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2.1 Pars basilaris

Der Pars basilaris verläuft vom Foramen magnum nach rostral und bildete den Clivus ossis occipitalis in der hinteren Schädelgrube. Der äußere Aspekt zeigt das Tuberculum pharyngeum, das als Ansatzstelle für die Raphe pharyngis dient. Des Weiteren befinden sich am äußeren Aspekt die Ansatzstellen für den Musculus longus capitis und Musculus rectus capitis anterior.

2.2 Pars lateralis

An der Außenseite befinden sich lateral des Foramen magnum die beiden Condyli occipitales. Sie bilden zusammen mit dem Atlas die Articulatio atlantooccipitalis. Die Condyli occipitales werden jeweils vom Canalis hypoglossus durchstoßen. Posterior zu den Condyli occipitales liegt die Fossa condylaris, die in manchen Individuen vom Canalis condylaris perforiert wird. Lateral zu den Condyli occipitales befindet sich der Processus jugularis, der den posterioren Anteil des Foramen jugulare bildet. Der Musculus rectus capitis lateralis setzt an der Pars lateralis des Os occipitale an. Die Innenseite des Pars laterale weist das Tuberculum jugulare auf, das den Canalis hypoglossus bedeckt.

2.3 Pars squamosa

Auf der äußeren Oberfläche lassen sich hinten die 4 Nackenlinien und die Protuberantia occipitalis externa, eine Ursprungsstelle der Pars descendens des Musculus trapezius, erkennen. Auf der Innenseite erkennt man die Protuberantia occipitalis interna sowie den Sulcus sinus transversi und seine Fortsetzung im Sulcus sinus sigmoidei.

2.4 Foramen magnum

Posterior zur Pars basilaris bildet das Foramen magnum die Durchtrittsstelle für die Medulla oblongata und die beiden Arteriae vertebrales. Seitlich des Foramen magnum liegt jeweils ein Condylus occipitalis, der den Gelenkfortsatz für das Atlantooccipitalgelenk bildet. Durch den Condylus occipitalis verläuft der Canalis nervi hypoglossi.

Fachgebiete: Kopf und Hals

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