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Insulinähnlicher Wachstumsfaktor

Abkürzung: IGF
Englisch: insulin-like growth factor

1 Definition

Die insulinähnlichen Wachstumsfaktoren, kurz IGF, sind eine kleine Klasse von Wachstumsfaktoren. Sie besitzen eine hohe strukturelle Ähnlichkeit mit Insulin. Die Vertreter dieser Gruppe sind insbesondere während der Embryonalentwicklung an der Regulation von Wachstum und Entwicklung beteiligt.

2 Typen

Es gibt folgende Insulinähnliche Wachstumsfaktoren:

3 Biochemie

Die IGF sind Peptidhormone, die im Blut zu etwa 99% an spezielle IGF-Bindeproteine gebunden vorliegen. Von letzteren dominieren beim Erwachsenen die Proteine IGF-BP3 und IGF-BP5. Eine dritte Komponente, die säurelabile Untereinheit (ALS) komplettiert den ternären Komplex IGF/IGF-BP/ALS. Diese Komplexbildung stabilisiert das Hormon, verbessert seinen Transport und die genaue Regulation der lokalen Konzentration im Zielgewebe.

Die Prohormone von IGF-1 und IGF-2 sind dem Insulin homolog, allerdings wird beim Insulin posttranslational das C-Peptid herausgeschnitten. In den maturen IGF bleibt es erhalten. Auch die Rezeptoren sind ähnlich und die intrazellulär aktivierten Signalkaskaden gleichen sich. Wie typisch für Wachstumsfaktoren und anabole Hormone, erfolgt die intrazelluläre Signaltransduktion über Rezeptortyrosinkinasen.

Die jeweilige Affinität der Rezeptoren zu den namensgebenden Hormonen ist höher als zu den genannten Strukturanaloga.

4 Physiologie

Das Wachstumshormon GH (Somatotropes Hormon, STH) stimuliert über seinen GH-Rezeptor (GHR) v.a. in der Leber die Synthese und Sekretion aller Komponenten des ternären IGF-Proteinkomplexes sowie der SOCS (suppressor of cytokine signaling). Bei GH-Mangel liegen sie entsprechend reduziert vor.

Die insulinähnlichen Wachstumsfaktoren sind wichtige lokale Regulatoren des Zellwachstums, insbesondere der Chondrozytendifferenzierung in den Wachstumszonen der Knochen.

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