Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Rezeptortyrosinkinase

Synonyme: Tyrosinkinase-Rezeptor, Rezeptor-Tyrosinkinase, RTK

1 Definition

Rezeptortyrosinkinasen, kurz RTK, sind sogenannte "single-pass" Transmembranproteine, deren zytosolischer Teil eine intrinsische Tyrosinkinaseaktivität aufweist.

2 Hintergrund

Bindet ein Ligand auf der extrazellulären Seite des Rezeptors, phosphoryliert die intrazelluläre Domäne des Rezeptors zunächst sich selbst an ihren eigenen Tyrosinresten (Autophosphorylierung) und anschließend die der Targetproteine (Transphosphorylierung). Somit wird die intrazelluläre Signaltransduktion eingeleitet. Die Rezeptortyrosinkinasen sind typische Rezeptoren für Botenstoffe des Wachstums, der Differenzierung und des Anabolismus. Beispiele sind diverse Wachstumsfaktoren, wie NGF, EGF u.a. sowie das Insulin.

3 Einteilung

Die Rezeptoren werden entsprechend ihrer Proteinstruktur in Typ 1 bis Typ 4 unterteilt:

3.1 Aktivierung von Rezeptortyrosinkinasen

Durch das Andocken eines Liganden an einer RTK wird eine Konformationsänderung des Rezeptors hervorgerufen, die eine Dimerisierung des Rezeptors erleichtert. Die Bildung eines Dimers ist für das Einleiten der Signaltransduktion unentbehrlich. Durch die Dimerisierung nähern sich die katalytischen intrazellulären Domänen einander an und können sich somit gegenseitig an ihren Tyrosinresten phosphorylieren ("Autophosphorylierung"). An den Tyrosinphosphat-Rest können Proteine mit SH2-Domäne binden.

3.2 Klinik

Die skelettmuskelspezifische Rezeptortyrosinkinase (MuSK) ist, neben dem Acetylcholin-Rezeptor, eine Zielstruktur von Autoantikörpern bei bestimmten Formen der Myasthenia gravis.

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