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Summer Break

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es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator

Abkürzung: ICD
Synonym: Cardioverter-Defibrillator
Englisch: implantable cardioverter defibrillator

1 Definition

Ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator ist ein implantierbares Defibrillator-System, welches auftretende ventrikuläre Tachykardien und deren Extremform, das Kammerflimmern, selbstständig erkennen und durch eine geeignete Form der elektrischen Impulsabgabe (Defibrillation, Überstimulation) in den Ausgangsryhthmus überführen kann.

2 Technik

Der implantierbare Kardioverter-Defibrillator wird ähnlich einem Herzschrittmacher subkutan implantiert. Er ist verbunden mit Sonden in Vorhof und Kammer des Herzens (bzw. VDD-Sonde), welche den Herzrhythmus kontinuierlich überwachen können.

Moderne Systeme erlauben eine Speicherung von EKG-Daten, die bei Kontrolluntersuchungen abgerufen und interpretiert werden können.

Stellt sich eine ventrikuläre Tachykardie ein, wird diese erkannt und durch die Abgabe eines Gleichstromimpulses bzw. durch antitachykarde Stimulation (ATP) terminiert. Ferner kann auch zwischen ventrikulären und supraventrikulären Tachykardien (z.B. Vorhofflimmern) unterschieden werden. Auftretendes Vorhofflimmern kann dabei ähnlich wie bei der elektrischen Kardioversion behoben werden.

3 Indikationen

Die Hauptindikation für die Implantation eines Kardioverter-Defibrillators ist die ventrikuläre Tachykardie, beispielsweise bei Zustand nach Myokardinfarkt mit überlebtem Kreislaufstillstand. Zunehmend wird die Indikation zur Kardioverter-Implantation auch prophylaktisch ohne vorausgehendes Ereignis mit Kreislaufstillstand gestellt. Der Überlebensvorteil der so behandelten Patienten ist gegenüber alleiniger Therapie mit dem Antiarrhythmikum Amiodaron signifikant höher.

Weitere Indikationen für die Implantation eines Kardioverter-Defibrillators können sein:

4 Komplikationsmöglichkeiten

Der Einsatz des implantierbaren Kardioverter-Defibrillators führt selten zu Komplikationen, die ähnlich den Komplikationen einer Herzschrittmachertherapie sind. Komplikationsmöglichkeiten sind unter anderem:

  • Fehlfunktionen des Systems (falsche Impulsabgabe)
  • Dislokation der Vorhof- bzw. Kammersonde
  • Infektion der Implantationstasche
  • Dislokation und Migration des Kardioverter-Systems
  • Stenosen und Thrombosen der Vena subclavia (sondenbedingt)

Fachgebiete: Kardiologie

Neu-sc-Defi. Ohne intrcardiale Sonden.
#1 am 28.10.2012 von Dr. med. Karl Werner Röper (Arzt)

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