Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Hypovolämischer Schock

Synonym: Volumenmangelschock
Englisch: hypovol(a)emic shock

1 Definition

Der hypovolämische Schock oder Volumenmangelschock ist eine Schockform, die durch Verminderung der zirkulierenden Blutmenge entsteht, z.B. nach großen Blut- oder Plasmaverlusten, starkem Erbrechen, sowie ausgeprägter Diarrhoe oder starken Verbrennungen.

2 Untergliederung

Der hypovolämische Schock kann nach Ursache in vier Untergruppen gegliedert werden:

3 Klinik

Der hypovolämische Schock wird in 3 Stadien eingeteilt:

  • Stadium 1 (kompensiertes Stadium): Annähernd normaler Blutdruck, feucht-kühle und blasse Haut
  • Stadium 2 (dekompensiertes Stadium): Tachykardie, systolischer Blutdruck < 100 mmHg, im Liegen kollabierte Halsvenen, Patienten klagen über Durst, Rückgang der Diurese mit Oligurie
  • Stadium 3 (irreversibles Stadium): Systolischer Blutdruck < 60 mmHg, kaum tastbarer Puls, flache, schnelle Atmung, Bewußtseinsstörungen, Anurie

Zur Abschätzung der Schockgefahr kann der sogenannte Schockindex herangezogen werden.

4 Therapie

Primäre Maßnahme im hypovolämischen Schock ist die Volumensubstitution über mindestens 2 großlumige Venenzugänge. Die initiale Verabreichung von Plasmaexpandern wird aktuell (2014) kritisch hinterfragt und nur noch eingeschränkt empfohlen. Eine Volumensubstitution sollte mit isotoner kristalliner Salzlösung erfolgen. Sollte der Hypovolämie ein großer Blutverlust zugrunde liegen, so ist die rasche Gabe von Erythrozytenkonzentraten und unter Umständen Frischplasma ("fresh frozen plasma", FFP) indiziert.

Bei all diesen Maßnahmen ist zu beachten, dass vasokonstriktorisch wirkende Medikamente kontraindiziert sind. Außerdem sollte der zentrale Venendruck (ZVD) 14 cm H2O nicht überschreiten. Bei Patienten im (traumatisch-)hämorrhagischen Schock kann eine permissive Hypotonie angestrebt werden (MAD ca. 50 mmHg).

Nach der lebensrettenden Soforttherapie müssen weitere Komplikationen des Schocks verhindert oder - wenn bereits eingetreten - behandelt werden. Dies beinhaltet u.a.:

Tags:

Fachgebiete: Intensivmedizin

Wieso soll Noradrenalin als Vasokonstriktor im Schock kontraindiziert sein? Ist zwar nicht kurativ, aber bevor man riskiert, dass Herz und Gehirn aussteigen aufgrund eines niederen RR würde ich v.a. als Erstmaßnahme bei MAD < 60mmHg Arterenol entweder als Bolus 0,05-0,2mg oder als Perfusor 0,05-1µ/kg/min dazugeben.
#1 am 31.01.2016 von Christine Ziegler (Ärztin)

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