Chloroquin
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1 Definition [bearbeiten]
Chloroquin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Malariamittel und kann neben der Behandlung von Malaria auch bei Entzündungen bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.
2 Anwendung [bearbeiten]
Vor allem in der vorbeugenden Behandlung aber auch in der Therapie von Malaria wird Chloroquin oft eingesetzt. In geringer Dosis wird es zur Hemmung von entzündlichen Prozesse eingesetzt. Ein Beispiel wäre hier die Polyarthritis. In seltenen Fällen kann es auch in der Behandlung von Lupus erythematodes verwendet werden.
3 Wirkungsweise [bearbeiten]
Chloroquin wirkt gegen die beiden Erreger Plasmodium vitae und Plasmodium falciparum. Diese Erreger gewinnen Energie aus dem Abbau des Hämoglobin. Die dabei entstehenden, für sie giftigen, Abbauprodukte werden durch das Enzym Hämpolymerase abgebaut. Chloroquin hemmt nun dieses Enzym, so dass die Erreger geschädigt werden.
4 Nebenwirkungen [bearbeiten]
Die häufigsten Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt und reichen von Appetitlosigkeit und Übelkeit bis zu Erbrechen und Durchfällen. Gelegentlich kann es durch Einlagerungen von Chloroquin in die Netzhaut oder in die Hornhaut zu Augenerkrankungen, wie Retinopathien oder Hornhauttrübungen kommen. Daher sollten bei den ersten Anzeichen einer entzündlichen Netzhauterkrankung die Therapie mit Chloroquin sofort beendet werden.
Tags: Entzündung, Lupus, Malaria, Medikament, Plasmodium
Fachgebiete: Arzneimittel
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