Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.

Autosomal-rezessiver Erbgang

Englisch: autosomal recessive inheritance

1 Definition

Der autosomal-rezessive Erbgang ist eine Form der Vererbung, bei dem das defekte Allel auf beiden homologen Chromosomen bzw. Autosomen vorliegen muss, damit die Krankheit bzw. das Merkmal zum Ausbruch kommt. Es erkranken nur homozygote Träger des betroffenen Allels.

2 Hintergrund

Beim autosomal-rezessiven Erbgang liegt die genetische Information auf einem der 22 Autosomenpaare und wird unabhängig vom Geschlecht vererbt.

Meist sind beide Elternteile gesund und heterozygot und geben das kranke Gen an die Kinder weiter. Das Kind kann, im Gegensatz zum autosomal-dominanten Erbgang, nur erkranken, wenn beide Eltern Träger (Konduktor) des defekten Allels sind. So kann die Krankheit mehrere Generationen überspringen, bevor sie wieder zum Ausbruch kommt. Die statistische Wahrscheinlichkeit, von der Erbkrankheit betroffen zu sein, liegt für die Nachkommen bei 25 %. Autosomal-rezessive Erbkrankheiten treten bei Kindern aus Partnerschaften unter Verwandten häufiger auf.

Ist ein Elternteil erkrankt und der andere Elternteil gesunder Merkmalsträger, so steigt die Wahrscheinlichkeit der Nachkommen, ebenfalls zu erkranken auf 50 % an. Diese Kombination ist aber sehr selten und kann nur auftreten, wenn die genetische Störung die Fortpflanzungsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Wenn ein Elternteil erkrankt ist und der andere Elternteil homozygot gesund, sind alle Kinder gesund, werden aber zu Überträgern des Merkmals (Konduktoren).

3 Autosomal-rezessiv vererbte Krankheiten

Fachgebiete: Genetik

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

269 Wertungen (4.19 ø)
Teilen

406.465 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Sprache:
DocCheck folgen: