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Achlorhydrie

Synonym: Anazidität
Englisch: achlorhydria

1 Definition

Als Achlorhydrie bezeichnet man die Insuffizienz der Salzsäuresekretion der Magenschleimhaut.

2 Ätiologie

Ursache der Achlorhydrie ist ein Funktionsverlust der Parietalzellen in Folge:

der mit einem HCl und absolutem Intrinsic-Factor-Mangel einhergeht.

3 physiologischer Hintergrund

Der Sekretionsstimulus der Parietalzellen ist Histamin, das vagal oder gastrininduziert von benachbarten enterochromaffinähnlichen Zellen (ECL-Zelleen) der Magenschleimhaut sezerniert wird.

weiterführend s. Magensaft

4 Klinik

Symptomatisch ist die Achlorhydrie durch Diarrhoen bei gleichzeitigem Vorliegen einer perniziösen Anämie gekennzeichnet.

5 Diagnostik

Hinweisgebend sind das Symptombild und die Anamnese hinsichtlich möglicher Grunderkrankungen. Labordiagnostisch zeigt sich das Bild einer perniziösen Anämie und kompensatorischer Hypergastrinämie.

Der Nachweis der Achlorhydrie erfolgt durch pH-Analyse des über eine Magensonde abgeleiteten Magensaftes nach Seketionsstimulus mittels i.v. appliziertem Pentagastrin (Pentagastrin-Test).

Da symptomabhängig routinegemäß meist eine bildgebende Abklärung durch Sonographie, Röntgen oder Gastroskopie vorweggeht, ist eine Magensaftanalyse nicht obligat.

6 Therapie

Die Therapie der Achlorhydrie erfolgt dietätisch. Die assoziierte perniziöse Anämie ist über eine intravenöse oder intramuskuläre Vitamin B12-Substitution auszugleichen.

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