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Aminolävulinsäure

(Weitergeleitet von 5-Aminolävulinsäure)

Synonyme: Delta-Aminolävulinsäure, 5-Aminolävulinsäure, 5-ALA
Englisch: aminolevulinic acid, 5-ALA

1 Definition

Aminolävulinsäure ist eine organische Säure, die beim Menschen als Zwischenprodukt bei der Häm-Synthese vorkommt.

2 Biochemie

Aminolävulinsäure wird durch die δ-Aminolävulinatsynthase aus Glycin und Succinyl-CoA synthetisiert. Aus zwei Molekülen Aminolävulinsäure entsteht im nächsten Schritt ein Molekül Porphobilinogen. Die Summenformel lautet C5H9NO3.

3 Klinik

3.1 Therapie

Aminolävulinsäure wird bei der Photodynamischen Therapie von Hauttumoren und aktinischen Keratosen eingesetzt, um die Läsion zu sensibilisieren. Die Substanz reichert sich in Tumorzellen stärker an, als in normalen Hautzellen. In den Tumorzellen wird die Substanz in Porphyrin ungewandelt, das unter Lichteinwirkung Energie an den in der Zelle vorhandenen Sauerstoff abgibt. Dabei entsteht Singulett-Sauerstoff, der zum Zelltod der Tumorzelle führt.

3.2 Diagnostik

Aminolävulinsäure dient im 24-Stunden-Urin zum Nachweis einer chronischen Bleiexposition oder einer Bleivergiftung. Ebenso lässt es sich bei Porphyrien im Urin in erhöhter Konzentration nachweisen.

  • Normwert: 0,5-6,4 mg/Tag

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