Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Photodynamische Therapie

Synonym: Fotodynamische Therapie
Englisch: photodynamic therapy

1 Definition

Die photodynamische Therapie, kurz PDT, ist ein Therapieverfahren zur Behandlung von Gewebeveränderungen (z.B. Tumoren) mit Licht in Kombination mit einem Photosensitizer.

2 Grundprinzip

Photosensitizer sind lichtempfindliche Substanzen, die sich selektiv im veränderten Gewebe anreichern. Verabreicht man dem Patienten diese Wirkstoffe und bestrahlt die Gewebeveränderung anschließend mit Licht geeigneter Wellenlänge, kommt es im Gewebe zu phototoxischen Reaktionen, die die betreffenden Zellen gezielt schädigen. Als Photosensitizer werden vor allem Porphyrine oder ihre Vorläufersubstanzen eingesetzt. Dazu zählen zum Beispiel:

3 Indikationen

3.1 Onkologie

Die photodynamische Therapie wird vor allem zur Therapie von malignen Hauttumoren, Harnblasentumoren, sowie Tumoren der Mundhöhle und des Kehlkopfs eingesetzt. Weniger häufig begegnet man dem Verfahren bei der Behandlung von Tumoren innerer Organe (z.B. beim Ösophaguskarzinom oder Gallenblasenkarzinom).

Gegenüber einer Exzision bietet die photodynamische Therapie den Vorteil einer geringeren Gewebedestruktion. Nachteilig ist die geringe Eindringtiefe, die durch die zunehmende Absorption des Lichts mit zunehmender Gewebetiefe bedingt ist.

3.2 Dermatologie

In der Dermatologie verwendet man die photodynamische Therapie unter anderem bei der Behandlung folgender Hautveränderungen:

3.3 Ophthalmologie

In der Augenheilkunde dient die photodynamische Therapie vor allem zur gezielten Ausschaltung von Neovaskularisationen der Netzhaut - zum Beispiel im Rahmen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD).

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