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Synonyme: Orale Glukosebelastung, OGT-Test, OGTT, oGTT


Der orale Glukose-Toleranz-Test (oGTT) dient dem Nachweis einer gestörten Glukoseverwertung und der Frühdiagnostik des Diabetes mellitus. Bei manifestem Diabetes mellitus ist er kontraindiziert.
Die orale Glukosebelastung wird in modifizierter Form auch zur Diagnostik weiterer endokrinologischer Störungen eingesetzt (STH-Suppressionstest bei Akromegalie).
Die zugeführte Glukose führt zunächst zu einem kurzfristigen Anstieg der Blutglukosekonzentration. Unmittelbar darauf kommt es zur Stimulation der Insulinsekretion mit einem nachfolgenden Abfall des Wertes. Bei Patienten mit verminderter Insulin-Sekretion oder Insulinresistenz verläuft der Abfall der Blutglukosekonzentration verzögert. Der 120 min-Blutzuckerwert ist gegenüber dem Gesunden erhöht.
Der Test wird morgens zwischen 8:00 und 9:00 am nüchternen Patienten durchgeführt. Nüchtern bedeutet, dass der Patient 8-12 Stunden keine Kalorienzufuhr hatte und in dieser Zeit kein Nikotin, keinen Tee, keinen Kaffee und keine anderen Getränke außer Wasser konsumiert hat. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, muss der Patient an den drei vorangegangenen Tagen mehr als 150 g Kohlenhydrate pro Tag zu sich genommen haben.


| Befund | nüchtern | nach 120 min |
|---|---|---|
| Normalbefund | < 100 mg/dl < 5,6 mmol/l |
< 140 mg/dl < 7,8 mmol/l |
| Gestörte Glucosetoleranz | 100 - 125 mg/dl 5,6 - 6,9 mmol/l |
140 - 199 mg/dl 7,8 - 11,0 mmol/l |
| Diabetes mellitus | > 125 mg/dl > 6,9 mmol/l |
> 199 mg/dl > 11,0 mmol/l |
Hinweis: Die oben aufgeführten Werte gelten für die Blutzuckermessung im Blutplasma nach venöser Blutentnahme.
oGTT falsch positiv bei:
oGTT falsch negativ bei:


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