Phosphornekrose des Kiefers
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1. Definition
Das "phossy jaw" beschreibt eine nekrotisierende Deformität der Kieferknochen durch eine Intoxikation mit weißem Phosphor bei Zündholzarbeitern ohne entsprechende Schutzvorkehrungen, die erstmals in der Mitte des 19. Jahrhunderts auftrat. Durch den industriellen Wechsel von der Verwendung von weißem zu rotem Phosphor, sowie die Einführung von gesundheitlichen Arbeitsschutzmaßnahmen, handelt es sich beim phossy jaw nichtmehr um ein aktuelles Krankheitsbild.
2. Symptome
Frühe Symptome waren progrediente Zahnschmerzen und Zahnfleischschwellungen, mit darauf folgendem Zahnverlust und Schleimhautschäden wie Fisteln und rekurrierenden Abszessen. Im weiteren Verlauf kam es zur Nekrose insbesondere des unteren Kieferknochens, wobei in Folge dessen auch andere Organe wie das Gehirn betroffen wurden, und es unbehandelt zum Organversagen mit letalem Ausgang kam.
3. Behandlung
Eine chirurgisches Debridement des Sequester als potentielle Therapie konnte das Leben mancher Patienten retten, indem dadurch die Progression der Krankheit zum Organversagen verhindert wurde. Dies ging aber einher mit einer optischen Entstellung der Patienten und anderen klinischen Problemen wie beispielsweise einer mangels Unterkiefer stark erschwerten Nahrungsaufnahme.
3.1. Quellen:
- Wikipedia, phossy jaw, abgerufen am 30.6.2024