logo Einloggen

Paprika

Achtung: Du siehst nicht die aktuelle, sondern eine ältere Version dieser Seite.

Synonym: Chilipflanzen
Englisch: peppers

1. Definition

Paprika ist eine Pflanzengattung der Nachtschattengewächse, deren Früchte als Nahrungsmittel, Gewürze und Arzneidrogen dienen. Die botanische Bezeichnung lautet Capsicum.

2. Merkmale

Es handelt sich um ein- oder zweijährige Kräuter, mehrjährige Stauden oder Halbsträucher mit wechselständigen, paarigen oder dreierweise angeordneten Laubblättern. Die Blüte weist einen glocken- oder röhrenförmigen, 5- oder 6-zähnigen, kurzzipfeligen Kelch sowie eine meist weiße oder weißliche Krone mit sternförmigen Kronzipfeln auf. Es sind 5 bis 6 Staubblätter vorhanden. Paprikafrüchte sind botanisch betrachtet Beerenfrüchte (Trockenbeere). Reife Früchte sind rot, orange, gelb, braun oder weiß gefärbt. Die Samen sind nierenförmig und sitzen auf der Plazenta und den Plazentaleisten. Durch das Eintrocknen des Perikarp während der Fruchtreife entstehen Hohlräume in der Frucht.

3. Arten

Die medizinisch relevantesten Arten sind:

  • Capsicum annuum (häufig als Spanischer Pfeffer bezeichnet)
    • bekannte Sorten: Cayenne, Dutch Red, Jalapeño
  • Capsicum frutescens
    • bekannte Sorten: Tabasco, Del Diablo und Malagueta

Weitere häufig kultivierte Arten sind Capsicum chinense (bekannteste Sorte: Habanero), Capsicum baccatum und Capsicum pubescens.

4. Inhaltsstoffe

Pharmakologisch relevant sind Alkaloide mit Steroidstruktur, etwa Solanin (Kraut), Saponine (Samen, Wurzel). Die Früchte bilden Scharfstoffe (Säureamide mit Vanillylgruppe), von denen Capsaicin (ebenfalls ein Alkaloid) das bekannteste ist. Neben Capsaicin existieren zahlreiche weitere Capsaicinoide und chemisch nahestehende Substanzen wie Homodihydrocapsaicin. Die Scharfstoffzusammensetzung ist je nach Art und Sorte variabel. Cayennepfeffer (Capsici fructus acer, getrocknete Früchte von C. annuum oder C. frutescens) enthält 0,3 bis über 1,0 % Gesamtcapsaicinoide mit Anteilen von 63 bis 77 % Capsaicin, 20 bis 32 % Dihydrocapsaicin und 1 bis 8 % Nordihydrocapsaicin. Daneben kommen weitere Capsaicinoide in geringerer Konzentration vor, etwa Homodihydrocapsaicin I/ II, Caprylsäurevanillylamid und Nonylsäurevanillylamid.

5. Anwendung

Zubereitungen aus den Früchten von Paprikapflanzen wirken hyperämisierend und werden in erster Linie kurzzeitig bei schmerzhaften Verspannungen entlang der Wirbelsäule oder im Bereich der Schultermuskulatur angewandt.

Fachgebiete: Biologie

Empfehlung

Shop News Jobs CME Flexa Piccer
NEU: Log dich ein, um Artikel in persönlichen Favoriten-Listen zu speichern.
A
A
A

Teilen Was zeigt hierher Versionsgeschichte Artikel erstellen Discord
Danny Siwek
Biotechniker/in | Medizintechniker/in
Dr. Frank Antwerpes
Arzt | Ärztin
Kemal Akbay
Arzt | Ärztin
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung
Letzter Edit:
30.01.2025, 21:51
1.017 Aufrufe
Nutzung: BY-NC-SA
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...