Guanosinmonophosphat: Unterschied zwischen den Versionen
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Als '''Guanosinmonophosphat''' oder '''Guanylat''' bezeichnet man das [[Monophosphat]] des [[Guanin]]s. Es gehört zur Gruppe der [[Nukleotid]]e. Guanosinmonophosphat entsteht beispielsweise bei der Abspaltung von [[Pyrophosphat]] von [[GTP]] oder beim Abbau von [[DNA]] und kann unter Verbrauch anderer [[Nukleosidtriphosphat]]e wieder zu GTP [[Phosphorylierung|phosphoryliert]] werden. | Als '''Guanosinmonophosphat''' oder '''Guanylat''' bezeichnet man das [[Monophosphat]] des [[Guanin]]s. Es gehört zur Gruppe der [[Nukleotid]]e. | ||
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Guanosinmonophosphat entsteht beispielsweise bei der Abspaltung von [[Pyrophosphat]] von [[GTP]] oder beim Abbau von [[DNA]] und kann unter Verbrauch anderer [[Nukleosidtriphosphat]]e wieder zu GTP [[Phosphorylierung|phosphoryliert]] werden. | |||
Ist der Phosphatrest an [[Desoxyribose]] gebunden, spricht man von Desoxyguanosinmonophosphat bzw. Desoxyguanylat (dGMP). | Ist der Phosphatrest an [[Desoxyribose]] gebunden, spricht man von Desoxyguanosinmonophosphat bzw. Desoxyguanylat (dGMP). | ||
Guanosinmonophosphat kann zudem aus [[Inosinmonophosphat]] (IMP) [[Synthese|synthetisiert]] werden. Dabei wird im ersten Schritt IMP mithilfe der [[Inosinmonophosphat-Dehydrogenase]] zu [[Xanthosin-5'-monophosphat]] [[Oxidation|oxidiert]]. Im nächsten Schritt ersetzt die [[GMP-Synthase]] [[ATP]]-abhängig das zuvor eingeführte [[Sauerstoff|Sauerstoffatom]] durch eine [[Aminogruppe]], wodurch GMP entsteht. Als [[Donor]] agiert dabei [[Glutamin]], was durch die [[Katalyse]] zu [[Glutamat]] umgewandelt wird.<dcembed ratio="16x9"><dcEmbedUrl src="https://www.doccheck.com/de/detail/photos/43832-biosynthese-von-amp-und-gmp-aus-imp"></dcEmbedUrl></dcembed> | |||
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Version vom 22. Januar 2025, 12:05 Uhr
Synonyme: Guanylat, GMP, Guanylsäure
Englisch: guanosine monophosphate, guanylate
Definition
Als Guanosinmonophosphat oder Guanylat bezeichnet man das Monophosphat des Guanins. Es gehört zur Gruppe der Nukleotide.
Biochemie
Guanosinmonophosphat entsteht beispielsweise bei der Abspaltung von Pyrophosphat von GTP oder beim Abbau von DNA und kann unter Verbrauch anderer Nukleosidtriphosphate wieder zu GTP phosphoryliert werden.
Ist der Phosphatrest an Desoxyribose gebunden, spricht man von Desoxyguanosinmonophosphat bzw. Desoxyguanylat (dGMP).
Guanosinmonophosphat kann zudem aus Inosinmonophosphat (IMP) synthetisiert werden. Dabei wird im ersten Schritt IMP mithilfe der Inosinmonophosphat-Dehydrogenase zu Xanthosin-5'-monophosphat oxidiert. Im nächsten Schritt ersetzt die GMP-Synthase ATP-abhängig das zuvor eingeführte Sauerstoffatom durch eine Aminogruppe, wodurch GMP entsteht. Als Donor agiert dabei Glutamin, was durch die Katalyse zu Glutamat umgewandelt wird.