Präfertilisationsdiagnostik: Unterschied zwischen den Versionen

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==Hintergrund==
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Die Präfertilisationsdiagnostik ist im Gegensatz zur [[Präimplantationsdiagnostik]] in Deutschland zur Selektion genetisch gesunder [[Zygote]]en zugelassen. Sie dient der Entdeckung [[monogen]] bedingter Erkrankungen (z.B. [[Zystische Fibrose]], [[Spinale Muskelatrophie]] oder [[Sichelzellanämie]]) oder chromosomaler Veränderungen des weiblichen Chromosomensatzes.
Die Präfertilisationsdiagnostik ist im Gegensatz zur [[Präimplantationsdiagnostik]] in Deutschland zur Selektion genetisch gesunder [[Zygote]]n zugelassen. Sie dient der Entdeckung [[monogen]] bedingter Erkrankungen (z.B. [[Zystische Fibrose]], [[Spinale Muskelatrophie]] oder [[Sichelzellanämie]]) oder chromosomaler Veränderungen des weiblichen Chromosomensatzes.


==Methode==
==Methode==

Version vom 12. April 2008, 14:25 Uhr

Synonym: Präkonzeptionsdiagnostik

Definition

Unter Präfertilisationsdiagnostik versteht man ein gentechnische Methode, die es erlaubt, im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation genetische Defekte zu erkennen.

Hintergrund

Die Präfertilisationsdiagnostik ist im Gegensatz zur Präimplantationsdiagnostik in Deutschland zur Selektion genetisch gesunder Zygoten zugelassen. Sie dient der Entdeckung monogen bedingter Erkrankungen (z.B. Zystische Fibrose, Spinale Muskelatrophie oder Sichelzellanämie) oder chromosomaler Veränderungen des weiblichen Chromosomensatzes.

Methode

Die Präfertilisationsdiagnostik bedient sich der so genannten Polkörperbiopsie. Dazu werden kurz vor bzw. nach der Befruchtung der Eizelle durch das Spermium - aber noch vor der Verschmelzung der Zellkerne - jeweils der 1. und 2. Polkörper der Eizelle entnommen. Das entnommene DNA-Material wird zur genetischen Diagnose verwendet.

Im Gegensatz zur Präimplantationsdiagnostik wird bei dieser Methode nur das genetische Material der Mutter untersucht. Ein weiterer Nachteil ist, das Polkörper schlechter untersuchbar sind als Blastozysten.