MIBG-Szintigraphie: Unterschied zwischen den Versionen

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==Definition==
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Der '''MIBG-Scan''' ist eine [[nuklearmedizin]]ische Untersuchung zum Nachweis [[neuroendokrin]]er Tumoren (z.B. [[Phäochromozytom]]).
Der '''MIBG-Scan''' ist eine [[nuklearmedizin]]ische Untersuchung zum Nachweis [[neuroendokrin]]er bzw. [[neuroektodermal]]er Tumoren (z.B. [[Phäochromozytom]], [[Neuroblastom]], etc).


==Verfahren==
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Die Anreicherung des radioaktiven [[Jod]]s in der [[Schilddrüse]] wird durch Gabe von normalem Jod vor und nach der Gabe von MIBG verhindert.
Die Anreicherung des radioaktiven [[Jod]]s in der [[Schilddrüse]] wird durch Gabe von normalem Jod vor und nach der Gabe von MIBG verhindert.
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[[Tag:Phäochromozytom]]
[[Tag:Tumor]]

Version vom 11. Juli 2017, 19:44 Uhr

Synonym: I-Metaiodobenzylguanidin-Szintigraphie
Englisch: MIBG-scan

Definition

Der MIBG-Scan ist eine nuklearmedizinische Untersuchung zum Nachweis neuroendokriner bzw. neuroektodermaler Tumoren (z.B. Phäochromozytom, Neuroblastom, etc).

Verfahren

Beim MIBG-Scan erhält der Patient radioaktiv markiertes Metaiodobenzylguanidin (131I-MIBG). Dieses Radiopharmazeutikum wird in der Regel intravenös, seltener auch inhalativ oder per os angewendet. MIBG wird von noradrenergen Körperzellen aufgenommen und in ihnen angereichert. Die abgegebene Strahlung kann dann mit Hilfe einer Gammakamera aufgezeichnet und von einem PC in Bildinformation umgewandelt werden.

Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen der Untersuchung können Tachykardie, Palpitationen und ein vorübergehender Blutdruckanstieg auftreten. Desweiteren können Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoen und Bauchkrämpfe beobachtet werden.

Die Anreicherung des radioaktiven Jods in der Schilddrüse wird durch Gabe von normalem Jod vor und nach der Gabe von MIBG verhindert.