Siderose: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 9. Januar 2016, 23:47 Uhr
Synonym: Eisenspeicherkrankheit, Eisenüberladung, Hämosiderose
Englisch: siderosis
Definition
Als Siderosen bezeichnet man Erkrankungen, bei denen Eisen-(Salze) im Organismus abgelagert werden. Der Eisengehalt des Körpers kann dabei bis zum Zehnfachen des Normwertes ansteigen.
Einteilung
...nach Lokalisation
- generalisiert: Hämosiderose (hämatogene Siderose, Hämochromatose)
- lokalisiert: xenogene Siderose, sprich Eiseneinwirkung von außen, kann z.B. das Auge (Siderosis bulbi) oder die Lunge (Siderosis pulmonum = Eisenstaublunge) betreffen
...nach Ursprung
Man unterscheidet:
- primäre Siderose: angeboren - die wichtigste primäre Siderose ist die klassische Hereditäre Hämochromatose (HH).
- sekundäre Siderose: erworben - sie kommen beispielsweise nach jahrelang andauernder Transfusionsbehandlung bei verschiedenen hämatologischen Erkrankungen vor (s.u.)
Wichtigste Ursachen/Grunderkrankungen, die zu einer sekundären Siderose führen sind:
- langfristige Transfusionsbehandlung, z.B. bei Thalassämie, hämolytischen Anämien, Myelodysplastisches Syndrom. Jede Transfusion enthält etwa 250 mg Eisen, zudem ist bei den genannten Krankheitsbildern die Eisenaufnahme im Dünndarm reaktiv gesteigert.
- Lebererkrankungen im Endstadium, z.B. Leberzirrhose, alkoholtoxischer Leberschaden, wobei zuerst die Leber im Sinne einer Organsiderose betroffen ist.