Volumetrischer CT-Dosisindex
Englisch: volume CT dose index
Definition
Der volumetrische CT-Dosisindex, kurz CTDIvol, ist eine dosimetrische Kenngröße der Computertomographie (CT). Er beschreibt die mittlere Energiedosis innerhalb eines bestrahlten Volumens unter Berücksichtigung des Pitch bei der Spiral-CT. Er dient als standardisierte Größe zur Charakterisierung der Strahlenexposition eines CT-Untersuchungsprotokolls.
Berechnung
Der CTDIvol ergibt sich aus dem gewichteten CT-Dosisindex (CTDIw) und dem Pitch der Spiralaufnahme:
mit:
- – gewichteter CT-Dosisindex
- Pitch – Verhältnis von Tischvorschub pro Rotation zur gesamten kollimierten Schichtbreite
Physikalischer Hintergrund
Bei der Spiral-CT bewegt sich der Patient kontinuierlich durch die Gantry, während die Röntgenröhre rotiert. Der Pitch beeinflusst dabei die Überlappung der bestrahlten Volumina:
- Pitch = 1 → lückenlose Abdeckung
- Pitch > 1 → geringere Überlappung und niedrigere Dosis
- Pitch < 1 → stärkere Überlappung und höhere Dosis
Der CTDIvol berücksichtigt diesen Effekt und beschreibt daher die mittlere Dosis innerhalb des bestrahlten Volumens.
Die Einheit des CTDIvol ist das Gray (Gy), in der klinischen Praxis meist Millisievert bzw. Milligray (mGy).
Bedeutung in der Radiologie
Der CTDIvol wird in modernen CT-Systemen automatisch berechnet und auf der Konsole angezeigt. Er dient:
- zur Abschätzung der Strahlenexposition eines CT-Protokolls
- zum Vergleich unterschiedlicher Untersuchungsparameter
- zur Überprüfung von diagnostischen Referenzwerten
Beachte: Der CTDIvol beschreibt die Dosis in einem standardisierten Phantom und stellt keine direkte Patientendosis dar.
Zusammenhang mit dem Dosislängenprodukt
Zur Abschätzung der gesamten Strahlenexposition einer CT-Untersuchung wird das Dosislängenprodukt (DLP) verwendet:
mit:
- – Länge des untersuchten Volumens entlang der z-Achse.
Das DLP dient als Grundlage zur Abschätzung der effektiven Dosis einer CT-Untersuchung.