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Virales Matrixprotein

Synonym: M-Protein
Englisch: viral matrix protein

1 Definition

Virale Matrixproteine sind Strukturproteine, welche die Virushülle innen auskleiden und mit dem angrenzenden Kapsid verbinden. Den Raum zwischen Kapsid und Virushülle bezeichnet man entsprechend als Matrixraum.

2 Hintergrund

Matrixproteine sind Membranproteine, die teilweise in der Lipidschicht der Virushülle verankert sind. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Morphogenese der Viren. Bei der Umhüllung des Kapsids während der Knospung der Viren sorgen sie für eine sichere Bindung der Hülle. Durch Ausgleich von Inkongruenzen ermöglichen sie auch Viren mit asymmetrischen oder helikalen Kapsiden, eine runde Form einzunehmen. Matrixprotein findet man in vielen behüllten Viren, einschließlich der Paramyxoviren, Orthomyxoviren und Coronaviren.

Die meisten Matrixproteine unterscheiden sich von den eigentlichen Hüllproteinen dadurch, dass sie keine Proteindomänen besitzen, die nach außen ragen. Als Transmembranproteine können sie Eigenschaften eines Ionenkanals besitzen (z.B. das Matrixprotein 2 des Influenza-A-Virus).

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Fachgebiete: Mikrobiologie

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